Mit den Lausitzer Füchsen (Freitag, 20 Uhr im Tigerkäfig) und den Bietigheim Steelers (Sonntag, 17 Uhr) warten auf den EHC Bayreuth zwei richtig harte Nüsse, die es zu knacken gilt.

 

Mit dem Team aus Weißwasser kommt eines der Überraschungsteams der laufenden Saison nach Bayreuth. In den bisherigen beiden Duellen behielten jeweils die Füchse die Oberhand: Im Heimspiel am 11. Spieltag unterlagen die Tigers nach großem Kampf knapp mit 4:5 nach Verlängerung und in der Lausitz gab es - nach einem lange durch ein Loch im Eis verschobenen Spielbeginn - eine klare 1:4-Niederlage. Aktuell belegt man den fünften Platz in der Liga und ist weit entfernt vom Abstiegskampf vergangener Jahre. Angeführt von einer starken Offensive um den Kanadier Jeff Hayes und den Tschechen Jakob Svoboda, der am Wochenende nach dreiwöchiger Verletzungspause wieder auf dem Eis stehen wird, agiert das Team immer brandgefährlich und stellt den fünftbesten Angriff der Liga. Den Abschied von Top-Stürmer Roope Ranta zum SC Riessersee hat man recht gut weggesteckt, auch, weil mit Dennis Swinnen ein junger deutscher Stürmer fleißig punktet und zum Erfolg beiträgt. Insgesamt ist es den Verantwortlichen gelungen, eine gute Mischung aus „erfahrenen Haudegen“ wie Andre Mücke, Sean Fischer und Thomas Götz und jungen Talenten wie Swinnen zu finden. Dazu profitiert man von der neu ins Leben gerufenen Kooperation mit den Eisbären Berlin.  Im Tor stehen mit Maximilian Franzreb und Konstantin Kessler zwei 20-Jährige, was vor der Saison einige Zweifler auf den Plan rief, die das Vertrauen aber rechtfertigen.

 

 

 

Am letzten Wochenende mussten die Bietigheim Steelers ausgerechnet durch eine Derbyniederlage in Heilbronn die Tabellenführung an die Löwen Frankfurt abgeben und werden nun versuchen, diese zurückzuerobern. Dazu haben sie bereits am Freitag im Topspiel in Frankfurt Gelegenheit, doch auch am Sonntag wird man die Punkte ungern abgeben wollen. Im ersten Spiel im Ellental lieferten sei beide Teams beim 8:4 ein munteres Scheibenschießen, das Spiel im Tigerkäfig drehte der EHC im Schlussdrittel zu einem knappen 3:2-Heimsieg. Gespickt mit einigen herausragenden Eishockeyspielern sind die Steelers einer der großen Favoriten auf den Titel, doch viele Verletzungen im ohnehin kleinen Kader sorgen für einen immensen Kraftverschleiß, der zuletzt zu einigen unerwarteten Niederlagen führte. Mit Matt McKnight und Marcus Sommerfeld stehen zwei der drei Topscorer der Liga für Bietigheim auf dem Eis. Gemeinsam mit Frankfurt stellt man den besten Angriff der Liga (138 Treffer) und hat auch nur 88 Gegentore kassiert. Zuletzt verpflichtete man mit Marcel Rodman einen alten Bekannten, der zuvor in Dresden aktiv war. Er belegt die vierte Ausländerposition, für die eigentlich Justin Kelly eingeplant war. Dieser hat jedoch noch kein Spiel für die Steelers absolviert und steht erst vor seiner Rückkehr in den Kader.

 

 


Bei den Tigers hofft man natürlich auf eine etwas bessere Ausbeute als am vergangenen Wochenende, ist sich aber der Schwere der Aufgaben bewusst. Ivan Kolozvary ist erkrankt und wird Trainer Sergej Waßmiller am Wochenende mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit überhaupt nicht zur Verfügung stehen. Wer seinen Platz einnimmt, entscheidet sich erst kurz vor dem Spiel. „Auf uns warten zwei schwere Gegner, doch wir werden erneut versuchen, mit unseren Stärken zu punkten. Die Mannschaft zeigt seit Wochen eine tolle Moral und einen tollen Charakter und wird wieder alles tun, um einen weiteren Schritt in Richtung Klassenerhalt zu machen“, zeigt er sich dennoch zuversichtlich. Alle anderen Spieler sollten nach heutigem Stand zur Verfügung stehen.

 

Im Eingangsbereich neben dem Fanstand können beim Heimspiel erstmals Karten für den geplanten Buskonvoi am 5. März 2017 nach Frankfurt gekauft werden. Der Preis beträgt 35€ für Fahrt, Eintritt und Getränke im Bus. Zudem werden Bestellungen für den zu dieser Fahrt geplanten Eventschal entgegen genommen.

 

Tickets für die Partie finden Sie hier.