Am Sonntag empfangen die Tigers dann Heilbronn

 

Der spektakuläre Transfer des mehrfachen deutschen Meisters sorgte dafür, dass die Wagnerstädter in der Eishockeyszene aufhorchen ließen. Doch mit 5 Kontingentspielern im Kader hat Trainer Waßmiller nun das Luxusproblem, dass er nicht alle gleichzeitig spielen lassen kann. Er hat verschiedene Möglichkeiten wie er die Reihen z.B. am Freitag um 19.30 Uhr in Bad Nauheim aufstellen wird, doch man darf davon ausgehen, dass der renommierte Neuzugang auflaufen wird.

 

Auch die roten Teufel aus Hessen haben die gleiche Konstellation, denn mit Torhüter Rämö, den Verteidigern Johansson und Kranjc, sowie Stürmer Dineen sind vier Ausländer dort schon die ganze Zeit im Kader. Durch den kurzfristigen Wechsel auf der Ausländerposition im Sturm vom Finnen Juuso Rajala zum Kanadier Charlie Sarault blieb es auch nach den Kaderveränderungen bei fünf. Zusätzlich bekam Trainer Kujala auch noch den erfahrenen Allrounder Steve Slaton, der hauptsächlich in der Abwehr eingeplant ist und früher in Bremerhaven schon zeigte, das er in der DEL2 seinen Mann steht. Diese Wechsel sollten den Abwärtstrend der letzten Wochen stoppen und das gelang auch. Besonders der Kanadier Sarault schlug gleich voll ein und steuerte schon 10 Punkte in 6 Spielen bei. Mit einem 6-Punkte-Wochenende meldete man sich letzte Woche auch zurück im Kampf um die Pre-Play-offs und liegt momentan mit 51 Zählern auf Platz 11, hat aber schon 2 Spiele mehr absolviert als die Tigers auf Platz 9 (55 Punkte). Zu viele ältere Leistungsträger kamen in dieser Saison zu lange nicht mehr ganz an ihr Topniveau heran und so kam man nach gutem Saisonstart genau in diese Bredoullie, aus der man sich gerade versucht wieder heraus zu arbeiten.

 

 

Auch Sonntagsgegner die Heilbronner Falken (18.30 Uhr im Tigerkäfig unter Sponsor of the match Stadtwerke Bayreuth) startete mit höheren Erwartungen in die Saison als der aktuelle Platz 12 mit enttäuschenden 40 Punkten. So gab es auch am Neckar personelle Änderungen und zumindest einen kleinen Aufschwung seitdem mit Torwart Andrew Hare und Verteidiger Jonathan Harty zwei neue Kanadier mitwirken. Goldhelm Rylan Schwartz, aber auch Justin Kirsch, Ville Järveläinen, Tyler Gron und Kevin Lavallee scoren zwar weiter zuverlässig, während hinten Jordan Heywood offensiv deutlich heraus sticht. Das Problem ist ganz eindeutig die viel zu Hohe Gegentorquote, die man auch klar reduzieren konnte und besser punktete (zwischenzeitlich 4 Spiele 8 Punkte). Aber mit zwei Niederlagen bei 2-8 Toren erlitt man am letzten Wochenende einen herben Rückschlag im nun fast aussichtslosen Kampf um die Pre-Play-off-Plätze. Auffallend und fast ein Spiegel des ganzen Clubs sind dabei die Spezialteams der krassen Gegensätze: Man stellt das beste Überzahlmannschaft der Liga mit über 26 % Erfolgsquote, ist aber gleichzeitig die schlechteste Mannschaft im Penaltykilling mit fast jeder vierten Unterzahl, die zu einem Gegentreffer führt.

 

 

Für die Oberfranken sind und bleiben beides zwei ganz wichtige Partien, bei denen man allerdings auf gleich mehrere wichtige Spieler verzichten muss. Eigengewächs Geigenmüller erlitt im Heimspiel gegen Weißwasser eine ungeahndete Fraktur am Daumen und wird noch ein paar Wochen ausfallen. Verteidiger Heider ist erkrankt und damit müssen auch die bisher gut funktionierenden Abwehrpärchen verändert werden. Marvin Neher wird wieder aufrücken, aber mit Heider fehlt dem Team ein absoluter Führungsspieler den der Junior von der Klasse und Ausstrahlung natürlich noch nicht komplett ersetzen kann. Da auch Nachwuchstalent Valentin Busch weiter in Nürnberg gebraucht wird, muss Tigerdompteur Waßmiller also erneut viel umbauen und ließ sich da noch nicht in die Karten schauen, welche Varianten er bevorzugt. Möglich ist auch, dass sich die Aufstellung zwischen Freitag und Sonntag ändert. Um nicht noch mehr von der bisherigen Abstimmung in den Blöcken zu verlieren, dürften die beiden Center Kolozvary und Wohlberg unverzichtbar und damit gesetzt sein. Daneben sind aber fast alle Modelle bei den Oberfranken denkbar.

 

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